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Ingwer als "Allrounder" in der kalten Jahreszeit

Ingwer als "Allrounder" in der kalten Jahreszeit - Physiofinder
https://unsplash.com/photos/lrlZBwOBxR4

Ingwer als Allrounder in der kalten Jahreszeit


Wer noch nicht mitbekommen hat, dass Ingwer der neuste Trend unter den Wurzeln des Jahres 2020 ist, hat definitiv etwas verpasst.   
Nicht nur in den Geschäften wie z.B. Supermärkte oder Drogerien, vor allem auch in den Sozialen Medien, wird die aus China abstammende Wunderknolle gehypt.

Ob in einer leckeren Suppe, als Immunabwehr-Shot oder in einem selbst gemachten Peeling. Mit der würzigen Wurzel hat man die Möglichkeit sich an viele Rezepte zu testen und sich vor allem für die kalte Jahreszeit zu wappnen. Hierzu jedoch weiter unten mehr.


Zuerst einmal möchten wir schauen welchen Ursprung die Wurzel hat, für was sie eingesetzt werden kann und was genau sie so besonders macht.


Wie bereits oben kurz angedeutet stammt die Heilpflanze aus Zentral- und Südostasien. Hier ist sie bereits seit der Zhou Zeit bekannt (11. Jh. bis 221 v. Chr.) und wurde seither in der Volksmedizin als Gewürzmittel, aber auch Arzneimittel eingesetzt.

Viele verschiedene alternative Heilmedizinischen Lehrbücher, wie zum Beispiel die der Ayurveda oder die Mitteleuropäische Heilkunde, schwören auf die Wunderknolle bei folgenden Unannehmlichkeiten: neurologische Erkrankungen, Schmerzzustände, Kreislaufschwäche, Verdauungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen, Unterleibsleiden, Harnverhaltung, Rheuma, Halsentzündung, Muskelschmerzen und -krämpfen sowie Magen- und Verdauungsstörungen. Zudem soll sie seit der Antike auch als Aphrodisiakum gelten.


Kommen wir kurz zu dem wissenschaftlichen Teil unserer gehypten Wurzel.
Die Hauptbestandteile von Ingwer sind zum kleinen Teil die ätherische Öle (2,5 – 3 %) jedoch überwiegend die nicht flüchtigen Scharfstoffe. Mit dem Hauptanteil von 25 % ist Gingerole eines der wichtigsten Scharfstoffe.
Gingerole zeigt in seiner chemischen Struktur Ähnlichkeiten mit der Acetylsalicylsäure, welches sich daher schmerzhemmend auswirkt. Zudem wirkt es besonders im Magen und Darm gegen verschiedene Beschwerden. Zusammen mit Shogaolen sind dies Scharfstoffe, welche sich beim Kochen nur geringfügig verflüchtigen. Da gerade bei Beschwerden im Magen- und Darmbereich wärme gut tut, sind Tee’s, Suppen oder andere warme Speisen besonders beliebt.

Besonders die kalte Jahreszeit bringt Kälteempfindlichkeit, Abwehr- und Antriebsschwäche mit sich, daher natürlich auch die Erklärung wieso Ingwer gerade hier besonders beliebt wird und als Allrounder eingesetzt wird.

 

Da wir bereits am Anfang dieser „kälter werdenden Jahreszeit“ sind haben wir noch unsere Lieblingsrezepte mit der Wunderknolle zusammengefasst.


Ingwer-Kürbis-Karotten Suppe (vegan)
1 Hokkaido Kürbis
400g Möhren
60g Ingwer
1 Zwiebel
330ml Karottensaft
100ml Orangensaft
1 Dose Kokosmilch
nach Gefühl Gemüsebrühe

Ingwer Shot (vegan)
3 Zitronen
100g Ingwer
100ml Orangensaft
200ml Wasser

Ingwer Peeling (vegan) 
30g Meersalz
20g Ingwer (fein gerieben)
20g Bio Zitronenschale (fein gerieben)
nach Gefühl Olivenöl (anderes ÖL ist auch Möglich)

Besonders den Ingwer-Shot und das Peeling könnt ihr auch als kleine Aufmerksamkeit und „Danke“ an Freunde, Familie oder Arbeitskolleginnen und Kollegen verschenken.

Wie ihr sicher beim Lesen unseres Blog-Beitrags bemerkt habt, kann man theoretisch in fast jedes Gericht Ingwer einbauen. Wenn man es in kleinen Mengen nutzt, ist der Geschmack auch nicht ganz so intensiv. 


Wir hoffen euch hat unser Beitrag gefallen und ihr könnt den einen oder anderen Tipp mit in euren „kälter werdenden“ Alltag einbauen. Wenn Ihr Tipps für uns und die Community habt, lasst uns das gerne in den Kommentaren wissen, wir freuen uns. J

Quelle:
https://www.dr-siedentopp.de/files/_zeitschrift/DZA_Ingwer.pdf,